Ernährungstipps zur Vermeidung von Sodbrennen

Sodbrennen ist äußerst unangenehm, lässt sich aber vermeiden, zum Beispiel durch die richtige Sodbrennen Ernährung. Bei der sogenannten Refluxkrankheit, wie das Sodbrennen mit medizinischem Namen heißt, ist das Essen bei Sodbrennen von großer Bedeutung. Fettarme, kleine Mahlzeiten und wenig Zucker schützen den Magen und die Speiseröhre vor dem sauren Aufstoßen. Spät zu speisen, kann ebenfalls zum Reflux führen. Wer mit Sodbrennen zu tun hat, sollte nach Möglichkeit vier Stunden vor dem Zubettgehen nichts mehr essen. So hat die Nahrung Zeit, den Magen zu passieren.
Die hauptsächlichen Verursacher von Sodbrennen sind immer noch Lebensmittel, die zu viel Fett und zu viel Zucker enthalten. Schokolade steht auf der Liste ganz weit oben, ebenso wie Salate, die viel Mayonnaise enthalten und fettiges Fleisch. Einige Kohlsorten, sowie Knoblauch und Zwiebeln gehören ebenfalls zu den Verursachern von Sodbrennen.

Welche Nahrungsmittel können Sodbrennen auslösen?

In der heutigen Zeit nehmen sich immer weniger Menschen die Zeit, frisch zu kochen. Sie greifen stattdessen zu Lebensmittel wie Fertiggerichte, die vielfach ungesundes weißes Mehl und zu viel Zucker enthalten. Fertigpudding gilt ebenso wie Eis zu den Nahrungsmitteln, die das Sodbrennen fördern. Industriell hergestellte Backwaren sind häufig schuld, wenn das saure Aufstoßen nicht enden will und die ätzende Magensäure immer wieder durch die Speiseröhre nach oben fließt.
Hier kann es helfen, sogenannte Bittertropfen bei sich zu haben. Um den Heißhunger auf süßes Gebäck oder Eis zu vertreiben, einfach einige Tropfen auf den Handrücken träufeln und der Heißhunger verschwindet.

Vorsicht bei Kaffee, Gewürzen und Alkohol

Viele brauchen am Morgen einen starken Kaffee, um den nötigen Schwung für den Tag zu bekommen. Leider reizen die Inhaltsstoffe im Kaffee die empfindliche Schleimhaut des Magens und schon ist das Sodbrennen wieder da. Dies gilt übrigens für alle säurehaltigen Nahrungsmittel und für so manche Obstsorte. Nicht nur der Kaffee sorgt für Sodbrennen, auch andere Getränke wie Sprudel oder viele Erfrischungs-Getränke, die Kohlensäure enthalten, bringen den Magen nicht selten aus der Ruhe. Ausreichend trinken ist hier wichtig, ideal ist ein stilles Wasser oder ein Kräutertee wie Kamille oder Fenchel, um den Magen zu beruhigen.
Für Beschwerden nach dem Essen können auch Gewürze, besonders scharfe Gewürze sorgen. Alle, die viel mit Sodbrennen zu tun haben, sollten Chili, Pfeffer, scharfen Paprika und sogar rohe Zwiebeln nach Möglichkeit meiden. Aber auch Alkohol regt die Säureproduktion des Magens an.

Wie können Speiseröhre und Magenschleimhaut geschützt werden?

Viele Tipps, die in den sozialen Netzwerken genannt werden, helfen leider nur kurzfristig, das Sodbrennen ernährung unter Kontrolle zu bekommen. Wer auf lange Sicht etwas gegen das unangenehme Aufstoßen nach den Mahlzeiten unternehmen möchte, sollte beispielsweise auf Leinsamen setzen. Ein Aufguss aus Leinsamen schont die Speiseröhre sowie die Schleimhaut des Magens. Für den Aufguss einen Esslöffel, das sind rund zehn Gramm, hellen oder Goldleinsamen in ein Teesäckchen geben und in einer Tasse oder einem Becher mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergießen. Das Ganze dann 20 Minuten quellen lassen und das Säckchen mithilfe eines Teelöffels ausdrücken.
Dieser Aufguss hilft nicht nur, er schmeckt auch noch ausgezeichnet nach Nüssen. Den Aufguss über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken. Ein kleiner Tipp: Besonders wirkungsvoll ist frisch geschroteter Leinsamen.
KüKaLeiWa – ein Sud, der eine große Hilfe sein kann
Selbst wenn es etwas komisch klingt, aber das Säureschutzgetränk „KüKaLeiWa“ ist eine große Hilfe beim Schutz der Schleimhaut in der Speiseröhre.
Für dieses Getränk werden folgende Zutaten benötigt:

  • Zwei Teelöffel gemahlener Kümmel oder Kümmelkörner (Kü)
  • Zwei mittelgroße Kartoffeln, in grobe Stücke geschnitten (Ka)
  • Zwei Teelöffel frisch geschroteter Leinsamen (Lei)
  • Zwei Liter Wasser (Wa)

Alle Zutaten in einen möglichst großen Topf geben, gut 20 Minuten kochen und dann abseihen. Dabei wird der Sud aufgefangen und innerhalb von 48 Stunden immer in Abständen von einigen Stunden getrunken. Der Sud ist Geschmackssache, aber sehr effektiv, wenn es darum geht, das lästige Sodbrennen wieder loszuwerden.
Die hilfreiche Kamille
Die Kamille ist eine der wichtigsten Heilpflanzen, die es in Deutschland gibt und sie wird auch gerne zur Behandlung von Sodbrennen verwendet. Kamille beruhigt die Schleimhäute des Magens und der Speiseröhre und kann als Tee getrunken oder als Mittel für eine sogenannte Rollkur verwendet werden. Für diese Kur wird am Morgen ein Esslöffel lose Kamillenblüten mit 250 Milliliter kochendem Wasser aufgegossen, den fertigen Tee zehn Minuten ziehen lassen und dann auf nüchternem Magen zu sich nehmen. Anschließend für jeweils fünf Minuten auf den Rücken, auf die linke sowie die rechte Seite und zum Schluss auf den Bauch legen.
Das Ganze für die Dauer von acht Tagen durchführen, noch besser sind zwei Wochen, und zwar an jedem Morgen. Diese Rollkur hat eine lange Tradition und wird sogar heute noch von Ärzten bei Sodbrennen empfohlen.

Welche Ernährung ist empfehlenswert?

Bei der Bekämpfung von Sodbrennen sind nicht nur die präventiven Maßnahmen von Bedeutung, auch die richtige Ernährung bei Sodbrennen spielt eine wichtige Rolle. So sollte neben fein geschrotetem Vollkornbrot zu den Mahlzeiten und Vollkorn-Knäckebrot noch Zwieback auf der Speisekarte stehen, außerdem zu empfehlen sind Haferflocken, Vollkornnudeln, Vollkornreis und Kartoffeln. Nüsse sind als kleiner Snack eine ebenso gute Wahl und säurearmes Obst sorgt für gesunde Vitamine. Zu den bevorzugten Obstsorten sollten Aprikosen, Erdbeeren, Wassermelonen, Mangos, Pflaumen, Bananen, Birnen und Apfelsorten wie Gloster, Cox Orange, Gala oder Golden Delicious gehören.
Beim Gemüse sind Gurken, Gemüse-Fenchel ebenso wie Spinat, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Möhren und Spargel eine gute Wahl. Gutes Fett wie Walnussöl, Rapsöl, Olivenöl oder Leinöl machen dem Magen nicht zu schaffen und statt Margarine sollte Butter als Brotaufstrich zum Essen verwendet werden. Erlaubt sind noch magere Fische wie Forelle, Kabeljau, Scholle, Seezunge, Steinbutt und Karpfen. Magere Wurst wie Putenbrust, Lachs- und Kochschinken, aber auch Corned Beef sind lecker zum Essen und hilft gegen saures Aufstoßen.
Ein Tabu bei Sodbrennen
Wir haben bereits erfahren, dass die falsche Ernährung Sodbrennen auslösen kann. Lebensmittel wie frisches Brot, Laugengebäck, Pommes frites oder Kartoffelsalat sind bei Sodbrennen ein Tabu, das Gleiche gilt für Süßigkeiten, Eis, Kräcker und salziges Gebäck, denn das sind die Ursachen für Sodbrennen.
Ananas, Kiwi, Mandarinen, Orangen und Nektarinen gehören zu den Obstsorten, die viel Säure haben und daher sollten sie bei Sodbrennen kein Thema sein. Sauerkraut ist zwar lecker, aber für alle, die mit Sodbrennen zu tun haben, ist es nicht erlaubt. Ebenfalls tabu sind fette Brühen, Soßen, Suppen und Mayonnaise sowie Paprika, Rotkohl und Meerrettich die beim Essen nicht auf den Tisch kommen sollten.

Autor:

Ilse Karl aus Steiermark Mitte

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