Advent
So feiern Christen

Die erste Kerze brennt:  Noch mehr Details, wie christliche Kirchen durch den Advent gehen, gibt‘s auf www.eds.at/weihnachten.
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Fasten und beten: Wir haben uns bei den christlichen Kirchen umgehört, wer wie auf Weihnachten zugeht.

von Michaela Hessenberger

„Wir Altkatholiken feiern im Wesentlichen einen katholischen Advent“, sagt Pfarrer Martin Eisenbraun. Die Propheten des Ersten Testaments rücken ebenso in den Mittelpunkt wie Johannes der Täufer und Maria. „Unsere Liturgie verzichtet auf das Gloria und bevorzugt Adventlieder mit biblischem Bezug.“ Die liturgische Farbe der Gewänder ist violett, der Kirchenschmuck bewusst nicht weihnachtlich. „Wir legen Wert darauf, dass Weihnachten mit den Christmetten am 24. Dezember startet“, sagt er – und nicht schon mit dem bunten Konsum in den Geschäften ab Mitte November.

Dorothee Büürma ist Pastorin der evangelisch-methodistischen Gemeinde und berichtet: „Die Sonntage im Advent folgen den Themen der englischsprachigen Tradition unserer weltweiten Kirche.“ Sie stehen je unter dem Motto Hoffnung, Frieden, Freude und schließlich Liebe. „In Salzburg feiern wir oft am ersten Sonntag Missionsgottesdienst. Wir wissen, dass wir Teil einer weltweiten Bewegung sind und Teil des einen Leibes Chris-
ti auf Erden.“ Vieles könne nun im Lockdown nicht stattfinden, doch: „Die adventlichen Runden der Frauen oder die Bibelstunde werden online sein.“

Orthodoxe fasten bis zum Fest

Ein Blick zur griechisch-orthodoxen Kirche: Pater Ilias Papadopoulos erklärt, dass man den Advent als Philippus-Fastenzeit bezeichnet, die an dessen Gedenktag (15. November für Neukalendarier, 28. November für Altkalendarier) beginnt und am Vorabend des Weihnachtsfestes (24. Dezember oder 6. Jänner) endet. „Die Abstinenz von gewissen Speisen fördert das geistige Vorankommen der Gläubigen.“ Das Fasten habe mehrere Ebenen; „letztlich wird es auch mit der Bewahrung der Schöpfung verbunden, weil der Mensch als Abbild Gottes die Verantwortung in Bezug auf dieses Thema trägt“.

Erzpriester Dumitru Viezuianu von der rumänisch-orthodoxen Kirche betont, dass das Beten und Fasten Freude mache; am Wochenende sei Fisch erlaubt. Bei Gottesdiensten singt die Gemeinde ab Mitte Dezember Weihnachtslieder. Vor dem Fest folgt die gründliche Reinigung aller Räume. Eine Woche vor Weihnachten geht der Priester mit der Weihnachtsikone von Haus zu Haus und singt das Weihnachtstroparion.

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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