Nach dem Gottesdienst folgte eine Infoveranstaltung: Lastschrift als Zahlungsmethode in Österreich

Laut Statistik gehört die Lastschrift zu einer der beliebtesten Zahlungs-Arten, die gerne im Alltag benutzt wird - Sei es beim Shoppen auf einer Seite im Internet, Abonnements oder auch einfach für die Zahlung der Miete. Bei einer Lastschrift wird Geld vom Konto des Zahlungspflichtigen von der Bank abgebucht und auf das Konto des Zahlungsempfänger gebucht. Es handelt sich hierbei um eine sehr sichere Zahlungsvariante, die sowohl für Zahlungspflichtige, sowie auch für Zahlungsempfänger viele Vorteile bietet.

Inhaltsverzeichnis

• Was ist eine SEPA Lastschrift und wie funktioniert sie?
• Unterschied zwischen Lastschriftverfahren und klassischer Überweisung
• Wie sicher ist das Lastschriftverfahren?
• Die verschiedenen Arten
• Vor- und Nachteile

Definition: Was ist eine SEPA-Lastschrift?

SEPA steht für den englischen Begriff „Single Euro Payments Area“ und bedeutet auf deutsch “Europäischer Zahlungsraum”. Das Ziel der Lastschrift Zahlungsmöglichkeit ist es, Überweisungen europaweit zu vereinheitlichen und dadurch auch einfacher zu gestalten. Da in der gesamten EU bis auf wenige Ausnahmen bereits seit Jahren mit der EURO-Währung gezahlt wird, ist ein einheitlicher Zahlungsprozess unabdingbar, um die wirtschaftliche Verheinheitlichung der Mitgliedsstaaten weiter zu fördern. Wichtig zu wissen ist auch, dass das Lastschriftverfahren direkt von Bank zu Bank abgewickelt wird und es sich um keinen dritten Zahlungsdienstleister handelt.

Welche Länder gehören zum EURO-Raum (SEPA-Raum)?

Das SEPA Lastschriftverfahren wurde im Jahre 2014 in der EU, sowie in einigen weiteren Ländern eingeführt. Die für den Kunden relevanteste Umstellung ist, dass für ÜBerweisungen nicht mehr die Kontonummer und Bankleitzahl, sondern der IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code) benötigt wird. Folgende Länder können Zahlungen per Lastschrift nutzen:

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern, Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen, Monaco, San Marino, Schweiz

Unterschied zwischen SEPA Lastschrift und klassischer Überweisung

Bei einer Geldüberweisung wird der Auftrag vom Zahlungspflichtigen an die Bank gestellt, einen bestimmten Betrag auf ein anderes Konto zu überweisen. Bei der klassichen Lastschrift wird die Bezahlung jedoch vom Empfänger ausgelöst. Der Zahlungspflichtige muss natürlich die Erlaubnis (SEPA Mandat) geben, dass er der Zahlung zustimmt. Ansonsten muss er sich jedoch um nichts kümmern.

SEPA Lastschrift durch Einzugsermächtigung

Im B2C Bereich ist die Lastschrift auf Grundlage einer Einzugsermächtigung üblich. Hierbei darf das Unternehmen, dank der vom Kunden ausgestellten Einzugsermächtigung (SEPA Mandat), einen Betrag in zugestimmter Höhe vom Konto des Zahlers einziehen.

Um Missbrauch zu vermeiden, kann der Kunde den Bankeinzug nachträglich innerhalb der ersten sechs Wochen ohne Angabe von Gründen widersprechen. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn der Kunde keine Einzugsermächtigung erteilt hat.

SEPA Lastschrift durch Abbuchungsauftrag

Weiteres gibt es die Möglichkeit, eine Lastschrift mittels eines Auftrages für die Abbuchung durchzuführen. Hierbei beauftragt der Zahler seine Bank, Lastschriften des Empfängers einzuziehen und den entsprechenden Betrag von seinem Bankkonto abzubuchen. Diese Möglichkeit zu zahlen wird grundsätzlich im B2B Bereich verwendet. Grund dafür ist, dass sich der Empfänger bei dieser Variante hundertprozentig auf die Zahlung verlassen kann, da der Zahler den Einzug aktiv ausgelöst hat und eine Rückerstattung nicht möglich ist.

Ist die Lastschrift ein sicherer Zahlungsvorgang?

Die Lastschrift ist eines der sichersten Zahlungsinstrumente im Euro Raum und wird deshalb auch gerne für das online Shopping oder in Gold Chip online Casinos verwendet. Um vor Diebstahl und Missbräuchen im Internet vorzubeugen, hat die Finanzdienstleistungsaufsicht die Mindestanforderungen an die Beteiligten verschärft. Bei einem Einkauf von mehr als 30 Euro bei einem Online-Shop Händler müssen Kunden ihre Identität zweimal prüfen lassen.

Mit der Lastschrift Zahlungsvariante können Käufer Zahlungen einfach, schnell und bargeldlos abwickeln und sich dabei auf höchste Sicherheit verlassen. Der große Vorteil ist, dass sie dazu auch nicht selbst die Zahlung in Auftrag geben müssen. Sollte es sich um eine falsche Abbuchung handeln, kann der Käufer bis zu 8 Wochen eine Lastschriftrückgabe fordern.

Die verschiedene Arten von Lastschriftverfahren

Bei Lastschrift Zahlungen unterscheidet man grundsätzlich zwei Verfahren, die SEPA Basislastschrift und SEPA Firmenlastschrift. Wesentliche Unterschiede der zwei Varianten zeigen sich in der Häufigkeit der Abbuchung (regelmäßige Zahlungen), sowie der Einfachheit einer Rückerstattung des Geldes auf das Konto des Zahlers. Für gewöhnlich sind für den Normalverbraucher nur die Basis Lastschrift, sowie Erst- und Folgelastschriften relevant.

Basis Lastschrift

Mit der Basislastschrift kann der Empfänger Geld vom Verbraucher abbuchen lassen, wie beispielsweise für Online-Käufe, Abonnements, oder bei Zahlung der Miete. Die Basislastschrift wird entweder zwischen Privatleuten eingesetzt oder zwischen Händler und Kunden. Das Lastschriftverfahren kann sowohl auf einmaliger Basis, sowie unter Anweisung und Zustimmung auch in regelmäßigen Abständen erfolgen.

SEPA Firmenlastschrift

Die Firmenlastschrift ist im Gegensatz zur Basislastschrift ein Abbuchungsauftrag und keine Einzugsermächtigung. Hierbei hat der Zahlungsempfänger die Erlaubnis, bestimmte Beträge vom Bankkonto des Zahlungspflichtigen abzubuchen. Wie man es bereits am Namen erkennen kann, wird dieses Verfahren ausschließlich von Firmen zu Firmen, also im B2B Bereich verwendet. Der große Unterschied zum Basisverfahren ist, dass Rückerstattungen von Lastschriften nicht so einfach möglich sind.

Was ist ein SEPA Lastschriftmandat?

Damit Unternehmen einen Betrag vom Kundenkonto abziehen können, werden sogenannte SEPA Lastschriftmandate gebraucht. Hierbei handelt es sich also um die Einzugsermächtigung. Dafür müssen meist Informationen, wie die Kontodaten IBAN und BIC angegeben werden. Beim Bezahlen im Supermarkt ist eine Unterschrift ausreichend. Mit der Bereitstellung eines Mandats gibt man dem Unternehmen somit die Zustimmung, einen bestimmten Betrag von seinem Bank-Konto abbuchen zu lassen.

Vor- und Nachteile des SEPA Lastschriftverfahrens für Zahlungspflichtige

Zahlungen via Lastschriften haben viele Vorteile, sowohl für Zahlungsempfänger, sowie auch für die Zahlungspflichtigen. Hier sind die Vor- und Nachteile für Zahlungspflichtige zusammengefasst:

Vorteile

• Rechtliche Sicherheit ist gewährleistet
• Der Zahlungsverkehr via Lastschrift funktioniert einfach und schnell
• Zahlungspflichtige geben Verantwortung ab, da sie die Zahlung nicht selbst in Auftrag geben müssen
• Viele Anbieter geben Kunden Rabatte und Discounts, wenn Zahlungen via Lastschriften durchgeführt werden.

Nachteile

• Insbesondere bei einem Dauerauftrag, wo es zu regelmäßigen Abbuchungen kommt, sollte der Kontoinhaber seine Zahlungsbewegungen regelmäßig kontrollieren.
• Ein Risiko zusätzlicher Kosten besteht, da bei einer mangelnder Kontodeckung wiederkehrende Lastschriften oftmals nicht ausgeführt werden.
• Sollte ein falscher Betrag via Lastschrift abgebucht werden, kann das zu einem zusätzlichen Aufwand führen.

Vor- und Nachteile des SEPA Lastschriftverfahrens für Zahlungsempfänger

Zahlungen per Lastschrift haben aber nicht nur positive Aspect für die Zahlungspflichtigen, sondern auch für die Zahlungsempfänger, die wir hier im Überblick aufgelistet haben.

Vorteile

• Verbesserung der Liquidität, da Unternehmen nicht mehr auf die Bezahlung einer Rechnung warten müssen, sondern den Termin der Geld-Abbuchung selbst bestimmen können.
• Kostensenkung in der Buchhaltung, da verspätete-, sowie ausbleibende Zahlungen ausfallen. Kosten für die regelmäßige Kontrolle von Zahlungseingängen und der Erstellung von Mahnungen bleiben aus.
• Die Beziehung zum Kunden wird gestärkt, da Zahlungserinnerungen oder Mahnungen ausfallen und der Kaufprozess rund um einfacher gestaltet wird.
• Zahlungen via Lastschrift funktionieren auf internationaler Basis

Nachteile

• Ein Aufwand, sowie zusätzliche Kosten bestehen, wenn das Konto des Zahlungspflichtigen nicht ausreichend gedeckt ist.

Fazit

Die Lastschrift ist eine sichere und einfache Zahlungsoption, die Zahlungsempfängern und Zahlungspflichtigen viele positive Nutzen bietet. Der Kunde erspart sich Zahlungen selbst in Auftrag geben zu müssen, und Händler profitieren davon bei einer Bestellung nicht auf das Bezahlen der Rechnung warten zu müssen, sondern können den bestimmten Betrag zu einem beliebigen Termin selbst abbuchen. Weitere Infos zum Lastschriftverfahren findest du auf der Website deiner Bank oder in unserem Portal

Autor:

Marie Sophie Hegner aus Oststeiermark

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