Auferstehung

Sebastian Kurz hatte in der Corona-Krise einmal eine wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale „Auferstehung“ nach Ostern angedeutet. Doch ist derzeit kaum absehbar, wann diese „Auferstehung“ stattfinden soll. Diese übertragene Rede von einer Auferstehung stimmt nicht mit dem religiösen Verständnis von der Auferstehung überein, aber sie deutet einen Aspekt der Auferstehung im Neuen Testament an: Sie ist nicht planbar oder machbar. Sie ist eine Tat Gottes, die den menschlichen Erwartungshorizont überschreitet.
Im Johannesevangelium ist zu lesen, wie das leere Grab die Jünger/innen verunsicherte. Das leere Grab hat sie nicht zum Glauben an die Auferstehung Jesu geführt. Schon für die Jünger/innen war das leere Grab also kein Beweis für die Auferstehung Jesu. Es ist aber ein Sinnbild für die Auferstehung, denn die Bibel sagt nichts dazu, wie die Auferstehung vor sich ging. Doch die Jünger/innen haben Erfahrungen der Auferstehung Jesu gemacht: Der auferstandene Jesus ist ihnen erschienen. So sagt Jesus zu Maria aus Magdala: „Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“ Das sind die ersten Worte des auferstandenen Jesus in eine Situation der Hoffnungslosigkeit hinein. Diese Hoffnungsworte veranlassen die eben noch trauernde Maria aus Magdala zur Verkündigung der Botschaft vom Auferstandenen. In unserer derzeitigen Situation der Ungewissheit wünsche ich uns, dass auch wir aus der Osterbotschaft Hoffnung für unsere Zukunft ziehen können.

Zum Weiterdenken
Was löst bei mir derzeit Unsicherheit, Angst und Bestürzung aus? Und aus welchen Erfahrungen schöpfe ich Hoffnung und Zuversicht? Was bedeutet dabei Ostern für mich in der jetzigen Situation?
Autor: Joachim Jakob

Autor:

Brigitta Hasch aus Oberösterreich | KirchenZeitung

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