Er filmt die Bilder und stellt sie auf YouTube
15-jähriger Nico macht unsere Kirchenglocken berühmt!

Der 15-jährige Nico Schellerer aus Wels hat schon über 215 Glockenvideos gedreht und auf YouTube veröffentlicht. Aus der Diözese St. Pölten hat der Schüler bereits die Glocken von Scheibbs, St. Valentin, Steinakirchen oder Allhartsberg gefilmt. Weitere sollen folgen.

Wie bist du zu diesem ausgefallenen Hobby gekommen?
Nico: Ich interessiere mich schon seit meiner Kindheit für Kirchenglocken. Angefangen hat es, als ich vier oder fünf Jahre alt gewesen bin. Das Interesse kommt vielleicht daher, dass ich früher von unserer alten Wohnung die Pfarrkirche von Gunskirchen gesehen habe (Anm. d. Red.: Gunskirchen ist eine Marktgemeinde im oberösterreichischen Hausruckviertel). Natürlich konnte ich dadurch auch die Kirchenglocken hören. Das Filmen der Glocken habe ich aber erst vor vier Jahren angefangen. Da es zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Glocken-YouTube-Kanäle gab, habe ich mir gedacht: Ich versuche das auch einmal – mit Erfolg.

Wie läuft das ab: Wirst du zu deinen Drehorten, die ja in verschiedenen Bundesländern liegen, gefahren?
Nico: Das ist immer ganz unterschiedlich. Ich fahre oft alleine mit dem Zug, aber wenn es dann ziemlich abgelegene Orte sind, dann führen mich, netterweise, verschiedenste Familienmitglieder oder Freunde.

Was bedeuten dir Kirchenglocken?
Nico: Eine Glocke ist für mich ein sehr schönes Instrument, ich würde beinahe sagen Spielzeug. Jede Glocke erzählt mit ihrem Klang und ihrem Charakter eine ganz andere Geschichte. Ich kann Glocken so lange zuhören wie andere zum Beispiel Musik hören oder Videospiele zocken – und noch länger. Bin ich beispielsweise einmal traurig, höre ich mir ein eher „fröhliches“ bzw. „fröhlich singendes Geläute“ an – etwa das vom Dom San Stefano in der italienischen Stadt Caorle oder vom oberösterreichischen Stift Lambach. Sollte ich einmal wütend sein, höre ich eher kräftigere Geläute – zum Beispiel das des Hildesheimer Doms oder des Salzburger Doms. Glocken sind für mich also auf jeden Fall mehr als nur ein „Bim Bam“.

Welche Glocken findest du am faszinierendsten?
Nico: Es gibt so viele Glocken und Geläute, die auf ihre ganz eigene Art und Weise faszinierend sind, sodass ich mich gar nicht für eine entscheiden könnte. Ich habe derzeit für meinen YouTube-Kanal rund 215 Videos gemacht. Auf meiner Festplatte sind es in Summe deutlich mehr, aber manche Aufnahme gelingen leider nicht immer oder sind aus meiner Sicht nicht für Youtube verwendbar. Es werden aber auf alle Fälle noch mehrere Videos folgen. Ich konzentriere mich dabei eher auf die Geläute, die es zuvor noch nicht auf YouTube gab. Aktuell bin ich stark auf Niederösterreich und die Steiermark spezialisiert, obwohl ich in letzter Zeit auch viel in Wien gedreht habe. Derzeit versuche ich gerade eine Turmaufnahme in Stift Altenburg zu organisieren, die Zusage habe ich schon bekommen.

Wie reagiert dein persönliches Umfeld auf dein Hobby?
Nico: Meine Familie und Freunde gehen eigentlich alle sehr verständnisvoll damit um.

Gab es bei den Dreharbeiten schon besondere Vorkommnisse?
Nico: Bei Außenaufnahmen geschah es schon öfter, dass es lauter oder leiser war, als erwartet. Gerade bei Außenaufnahmen spielt das Wetter eine große Rolle. Wenn es regnet, wird es gleich um vieles schwerer, eine Aufnahme zu erstellen. Bei Innenaufnahmen sind meistens die Platzverhältnisse das Problem, da es schnell einmal sehr eng werden kann (z. B. im Salzburger Elixhausen beim Läuten zur Sterbestunde Christi oder in der Grazer Kirche St .Veit beim Einzelläuten). Zusätzlich kam es schon mal vor, dass sich Aufnahmegeräte von selber abgeschaltet haben und die Aufnahme wiederholt werden musste, etwa in Amstetten. Obwohl es öfter schon sehr eng war, hatte ich bis jetzt zum Glück noch nie mit Angst oder dergleichen zu kämpfen.

Fast 300 Personen folgen dir schon auf YouTube. Das spornt an, oder?
Nico: Ja das spornt mich sogar sehr an. Das beweist, dass ich genau das aufnehme, was die Leute sehen wollen und da bleib ich auch dahinter.

Für Neugierige: Nicos YouTube-Kanal findet ihr unter dem Link: https://bit.ly/35pJmTk. Achtung: Der Kanal hat den Namen „Nico Shelly“.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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