In Gresten
Gedenkstätte zu Ehren der heiligen Edith Stein

Unweit von Schloss Stiebar in Gresten errichteten Franz  und Felicitas Ruth Seefried heuer eine Gedenkstätte für die heilige Edith Stein.
  • Unweit von Schloss Stiebar in Gresten errichteten Franz und Felicitas Ruth Seefried heuer eine Gedenkstätte für die heilige Edith Stein.
  • Foto: Hans Karner
  • hochgeladen von Wolfgang Zarl

Den 130. Geburtstag der Philosophin, Karmelitin, Märtyrerin, Heiligen und Schutzpatronin Europas Edith Stein nahm das Ehepaar Franz und Felicitas Seefried zum Anlass, um unweit des Schlosses Stiebar in einem Waldstück in Gresten eine Gedenkstätte zu deren Ehren zu errichten.

Die große Europäerin und Karmelitin Edith Stein wurde am 12. Oktober 1891 in Breslau als elftes Kind einer jüdischen Holzhändlerfamilie geboren. Zwei Jahre später starb der Vater und die Mutter übernahm den maroden Holzhandel. Sie brachte das Geschäft nach einigen Jahren zu Wohlstand, was es später Edith ermöglichte zu studieren. Von 1927 bis 1933 war sie Dozentin für wissenschaftliche Pädagogik in Münster.

Edith Stein wurde 1922 durch die Taufe in die katholische Kirche aufgenommen und 1933 trat sie in den Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen ein. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie als Jüdin zum Opfer des Holocaust. Edith Stein wurde am 2. August 1942 aus dem Kloster Echt (NL) von der Gestapo abgeholt und vermutlich gemeinsam mit ihrer leiblichen Schwester Rosa sieben Tage später in der Gaskammer im KZ Auschwitz-Birkenau umgebracht. 1998 wurde Edith Stein von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen und ein Jahr später zur Patronin Europas ernannt. Nun schufen das Ehepaar Seefried und die Seefried‘sche Forstverwaltung eine Gedenkstätte, die in vielerlei Hinsicht von Weltoffenheit geprägt ist.

Das Projekt „Heilige Edith Stein“ trägt die Handschrift von Felicitas Seefried. Idee, künstlerische Ausgestaltung, Management und das Edith Stein darstellende Gemälde stammen von ihr, die die Heilige als großes Vorbild bezeichnet. Die Segnung des „Edith-Stein-Mahnmales“ ist für August 2022 geplant. Dabei soll auch aller jüdischen Katholiken gedacht werden, die in den NS-Konzentrationslagern ermordet worden sind.

„Kapellen – Marterl – Kreuze“ ist eine Kirche bunt-Reihe, in der Geschichten von Kleindenkmälern vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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