Bad Traunstein
Dorfgemeinschaft Stein baute Schmuckstück

2Bilder

Die Dorfgemeinschaft von Stein, Pfarre Bad Traunstein, kann zu Recht stolz auf ihre Kapelle sein. Am 21. Mai (14.30 Uhr) feiert man das 20-Jahr-Jubiläum mit einem Festgottesdienst. Zelebrant ist Stefan Ratzinger, der früher dort als Pfarrer wirkte. Geweiht wurde dieser schöne Sak­ralbau, der rund 50 Gläubigen Platz bietet, von Weihbischof Heinrich Fasching. Die Segnung des neuen Gotteshauses, das der Heiligen Dreifaltigkeit gewidmet ist, fand am 25. Mai 2002 statt. Dieses ersetzte die Kapelle aus dem Jahr 1853, wie die Website www.zwalk.at berichtet. Grund für die Erneuerung war, dass die alte Kapelle baufällig gewesen war. Eine Sanierung wäre aber zu teuer gewesen, zudem war der Standort an der Straße nicht ideal .„Im Zuge der Dorferneuerung arbeiteten viele aus dem Ort an dem Schmuckstück mit. Gerne bleiben Passanten davor stehen und beten davor“, erzählen die Hauptinitiatoren der Neuerrichtung, Richard Grafeneder, Franz Blauensteiner und Andreas Hackl. Auch ein Panoramaweg führt daran vorbei.

Die Eingangstür stellt die sieben Sakramente dar (Bild re.): Buße – vergebende Hand; Erstkommunion (Wandlung) – Brot und Wein; Priesterweihe – Fisch, Symbol des Christentums; Taufe – das Weihwasserbecken; Firmung – die Flamme und die Taube (Hl. Geist); Ehe – verbundene Ringe; Sterben – Vollendung, Übergang und Erneuerung in Form einer Spirale. Das Altarfenster stellt ein Kreuz dar als Symbol des Leidens aber auch der Liebe. Hier ist es Ausdruck unendlicher Liebe und Freude. Menschliches Leid ist überwunden. Die Arme sind ausgebreitet, das Herz ist weit geöffnet. Der Innenraum ist hell und schlicht. Es gibt einfache Holzsessel für die Gläubigen und einen runden Holzaltar vor einem hellen, ovalen Altarfenster. Die Kapelle hat vier weitere runde Fenster, welche den vier Jahreszeiten gewidmet sind.

Die Kapelle wird regelmäßig für Dorfmessen, Kreuzwegandachten oder Andachten im Advent genützt; Magdalena Blauensteiner gestaltet diese ganz speziell auch für Kinder. Jährlich kümmert sich eine andere Familie um den Sakralbau, die sogenannten „Dorfmeister“.

„Kapellen – Marterl – Kreuze“ ist eine Kirche bunt-Reihe, in der Geschichten von Kleindenkmälern vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ