Gewinner: Pfarren Abstetten, Mödring und Kirchberg
Diözesane Umweltpreise vergeben

Pfarre Kirchberg/Pielach
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Die Katholische Aktion (KA) zeichnete bei einer Online-Veranstaltung am 11. Jänner die Pfarren Abstetten, Mödring und Kirchberg an der Pielach mit dem diözesanen Umweltpreis aus. Auch die evangelische Pfarre Waidhofen an der Ybbs wurde gewürdigt. Der Schwerpunkt des Umweltpreises lag 2021 auf „Natur im Pfarrgarten und am Friedhof“.

KA-Präsident Armin Haiderer und der diözesane Umweltreferent Axel Isenbart begrüßten viele Pfarrvertreter und Ehrengäste: „Die Pfarren haben gezeigt, dass auch Corona mit all seinen Abgründigkeiten das wichtige Thema Schöpfungsverantwortung nicht stoppen kann. Und durch ihren Einsatz kann die Erfolgsgeschichte des Umweltpreises weitergehen.“ Bischof Alois Schwarz würdigte die Pfarren, die sich beworben haben: „Ich freue mich über die Teilnahme und bin überzeugt, dass dies ein Zeichen und eine Vertiefung der Sensibilität für unsere Schöpfung ist.“ Sein großer Dank gelte den vielseitigen Bemühungen um die Schöpfungsverantwortung für unsere Welt, so der Bischof. Gisela Malekpour von der evangelischen Kirche teilte mit, dass in der evangelischen Diözese 2022 im Zeichen der Bewahrung der Schöpfung steht.

Bis 2030 soll in NÖ der CO2-Ausstoß um 36 Prozent verringert, der Strom aus Windkraft verdoppelt und aus Sonnenkraft verzehnfacht werden, sagte Landeshauptfrau-Stv. Stephan Pernkopf. Er verwies auch auf das Projekt „Energie-Spar-Pfarre“, in dem 340 Energiespar-Projekte mit Landesunterstützung umgesetzt wurden.

2019 stellte die Pfarre Abstetten die Heizung für das 300 Jahre alte Pfarrhaus, das Pfarrheim und die Kirche von Schweröl auf Pellets um. In der Kirche installierte man LED-Beleuchtung. Der Pfarrgarten weist eine tausendjährige Geschichte auf. Seit 2016 wird dieser in einer neuen schöpfungsfreundlichen Weise gestaltet und belebt. Es entstand ein Paradies für Besucher und für Tiere: mit nachhaltigen Blütengewächsen, Blühwiese, hundertjährigen Bäumen und Sträuchern, in denen Vögel nisten. Gerne werden Messen im Garten gefeiert und manche Agapen finden im Grünen statt. Die Pfarrfeste werden nachhaltig gestaltet. Vorbereitungsstunden für Erstkommunion und Firmung sowie Spiele und Sommerlager werden im Freien abgehalten.

Der Pfarrgarten in Kirchberg/Pielach wird ökologisch gepflegt, dort gibt es eine „wilde Ecke“, in der Beikräuter Platz finden. Bienenfreundliche Sträucher versorgen die Tiere mit Futter. Veranstaltungen wie Kräutersegnungen, Marterlwanderungen sowie Vorträge über Umweltthemen gehören zum Pfarrangebot. Im Vorjahr wurde ein großes Ministrantenfest veranstaltet. Die Kinder bestiegen den Kirchturm und entdeckten das Zuhause von Fledermäusen, eine Gruppe baute ein Schwalbenhotel. Eine andere sammelte ess­bare Blüten und Wiesenkräuter, die zu einem Aufstrich für die Abschlussjause verarbeitet wurden. Zu trinken gab es hausgemachte Sirupe mit Wasser. So wird Glaube und Naturschutz in Kirchberg von klein auf gefördert.

Der Pfarrgemeinderat von Mödring definierte mehrere Ziele: Dazu zählt nachhaltiges Arbeiten für die Bevölkerung. Die Pfarre schuf eine neue Friedhofsordnung, in der ökologische Aspekte eine wichtige Rolle einnehmen: Es gibt wiederbefüllbare Kerzenbecher aus Glas und man achtet auf sauberen Biomüll. Der Kompost wird im Pfarrgarten genutzt und die Unkrautvernichtung erfolgt mechanisch. Dazu wurden ein Infoschreiben verschickt und Hinweisschilder am Friedhof angebracht. Zusätzlich wurden Nützlings-Hotels am Friedhof gebaut und eine Blühwiese angelegt.

Der Umweltpreis ist eine Kooperation der KA St. Pölten, der Evangelischen Kirche NÖ und der Erzdiözese Wien. Das Land Niederösterreich unterstützt die Preise mit je 1.000 Euro.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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