Erziehung
Was ist wahr im Internet?

Falschinformationen („Fake News“) im Internet sind nicht immer so leicht zu erkennen. Es lohnt sich daher, im Impressum oder im Profil die Quelle einer Nachricht zu überprüfen. Hat das Portal kein oder ein dubioses Impressum, dann spricht dies oft gegen eine glaubwürdige Quelle.
  • Falschinformationen („Fake News“) im Internet sind nicht immer so leicht zu erkennen. Es lohnt sich daher, im Impressum oder im Profil die Quelle einer Nachricht zu überprüfen. Hat das Portal kein oder ein dubioses Impressum, dann spricht dies oft gegen eine glaubwürdige Quelle.
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Im Internet und besonders in den Sozialen Medien kursieren viele Falschmeldungen und Manipulationsversuche. Eltern sollten ihren Kindern früh helfen, Wahrheit von „Fake News“ zu unterscheiden.

Kinder und Jugendliche suchen im Internet und in Sozialen Medien auch nach Orientierung über die Welt und das aktuelle Geschehen, und es fällt ihnen – ebenso wie vielen Erwachsenen – schwer einzuschätzen, ob sie es mit wahren oder falschen Informationen zu tun haben. Denn nur, weil etwas wie eine Nachricht aussieht und in Sozialen Netzwerken vielfach geteilt wird, bedeutet das nicht, dass das Mitgeteilte auch wahr ist. Deshalb sei es wichtig, schon früh mit dem Nachwuchs über das Weltgeschehen und Nachrichten zu sprechen, betont die Initiative „SCHAU HIN! Was dein Kind mit Medien macht“.

Die ersten Anzeichen

Zuallererst sollten Eltern ihren Kindern bewusst machen, dass es Menschen gibt, die gezielt falsche Informationen verbreiten wollen, um damit Geld zu verdienen oder um Meinungen zu beeinflussen. Solche „Fake News“ knüpfen oft an ein aktuelles und allgemein bekanntes Geschehen an, um dadurch an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Sie ziehen oft durch drastische Überschriften und Bilder die Aufmerksamkeit des Lesers bzw. Zusehers auf sich und schüren bewusst Emotionen. Am besten prüfen Eltern mit ihrem Kind gemeinsam: Ist der Beitrag besonders reißerisch geschrieben, macht er bewusst gegen andere Menschen Stimmung oder setzt er auf Angst oder Empörung? Sind die Angaben etwa zu Ort und Zeit plausibel?
Quelle und Kontext prüfen

Wichtig ist, mit einem Blick ins Impressum oder auf das Profil die Quelle einer Nachricht zu prüfen. Hat das Portal kein oder ein dubioses Impressum, etwa nur eine Privatperson, dann spricht dies oft gegen eine glaubwürdige Quelle. Um den Kontext auf einer Website zu entdecken, kann man bei Google die URL eingeben und „site:“ davor schreiben. Nun zeigt Google alle Beiträge an, die auf der Seite veröffentlicht wurden. Sind diese sehr einseitig, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine objektive Quelle. Soll ein Bild geprüft werden, ob es im korrekten Zusammenhang platziert wurde, kann man eine Bildquelle per Rückwärtssuche mit Google (images.google.com) zu­rückverfolgen. Hierzu lädt man das Bild hoch oder zieht es direkt in die Suchleiste. Dabei analysiert Google das Bild inklusive Datei­namen und zeigt Webseiten an, auf denen dieses oder ähnliche Bilder zu finden sind.
Irreführende oder gewaltverherrlichende Inhalte sollte man meiden, aber auch darauf hinweisen, indem man es dem Betreiber oder einer externen Beschwerdestelle (z. B. www.watchlist-internet.at) meldet.

Alternativen anbieten

Kinder brauchen geeignete Informationen, die geprüft und altersgerecht aufbereitet sind. Es gibt seriöse Kindermedien wie „logo!“ des ZDF sowie „neuneinhalb“ oder den Kinderradiokanal des WDR, die darauf spezialisiert sind. Auch der Radiosender Ö1 gestaltet eigene Sendungen für Kinder (https://oe1.orf.at/collection/ 582825), jeden Donnerstag sendet er Nachrichten für Kinder (um 15.55 Uhr).

Weitere Hilfsmittel

Die Website sogehtmedien.de von ARD und ZDF bietet für Jugendliche Tipps und Clips, wie man Fake News erkennt, sowie Unterrichtsmaterialien zum Thema.
Die Faktenchecker des gemeinnützigen Recherchenetzwerks https://correctiv.org/faktencheck/ gehen Gerüchten nach und veröffentlichen ihre Rechercheergebnisse. Interessant ist auch der Faktenfinder der ARD-Tagesschau www.tagesschau.de/faktenfinder.
Hass im Netz und Rassismus kann man auch unter https://zara.or.at/de/beratungsstellen melden.

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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