Der komplette Leitfaden für Ihr erstes Bauchnabelpiercing

Ein Bauchnabelpiercing ist eine typisch feminine Form des Piercings, die bis weit in die Antike zurückreicht. In den 1990er Jahren, als die Säume der Damenmode ungehörig weit nach oben rutschten, erlebte das Bauchnabel Piercing ein echtes Revival und ist heute das klassische Piercing überhaupt.

Ein Bauchnabelpiercing durchsticht nicht den Nabel selbst, sondern die Hautfalte, die den Nabel umgibt. Meist sitzt es am oberen Rand des Nabels, aber im Grunde sind alle Positionen rund um den Nabel möglich.

Gedanken vor dem Stechen eines Bauchnabel Piercings

Bevor Sie sich ein Bauchnabelpiercing kaufen, müssen sie einige Punkte bedenken: Nicht jeder Nabel eignet sich für ein Piercing. Ein Nabel ist entweder nach innen oder nach außen gewölbt, wobi die nach innen gewölbte Form weitaus häufiger vorkommt. Ein nach außen gewölbter Bauchnabel ist für das Stechen eines Piercings nicht geeignet.

Auch andere anatomische merkale des Bauches können dazu führen, dass man auf ein Piercing lieber verzichten sollte, weil sich gesundheitliche oder kosmetische Probleme daraus ergeben könnten. Der geübte Blick einer erfahrenen Piercers kann das entscheiden. Auch wenn die Haut am Bauch zu straff, sehr durchtrainiert oder einfach nur dünn ist, kann sich das negativ auf ein Piercing auswirken, weil es den Heilungsprozess durch ständige Irritationen behindern kann.

Nicht zuletzt spielt das Alter eine Rolle. Wer zu jung ist, muss ebenfalls auf ein Bauchnabelpiercing verzichten. Erst ab 14 Jahren ist das Stechen in Anwesenheit eines Erziehungsberechtigten möglich, ab 16 mit schriftlicher Zustaimmung und erst ab 18 Jahren darf man selbst über seinen Bauchnabel bestimmen.

Und da Bauchnabel Piercings bevorzugt von Frauen getragen werden – wie sieht es mit einer Schwangeschaft aus? Mit einem frisch gestochenen Bauchnabelpiercing sollte man nicht schwanger weren, weil die Gefahr groß ist, dass die sich dehnende Haut dem Piercing nicht standhält. Für ältere und gut verheilte Bauchnabelpiercings gibt es spezielle Schwangerschaftspiercings aus flexiblem Kunststoff.

So wird ein Bauchnabelpiercing gesetzt

Wenn alle Hindernisse aus dem Weg geräumt sind und das passende Studio gefunden ist, kann es losgehen und das Piercing wird gestochen. Das wird meist im Liegen gemacht, denn das erleichtert dem Piercer die Arbeit. Die Ein- und Ausstichstellen werden zunächst markiert und desinfiziert. Danach wird die Stelle mit einer Piercing Klemme zusamengehalten und mit einer Nadel durchstochen.

Mit dem Stich wird gleichzeitig ein Plastikschlauch eingeführt, durch den dann der eigentliche Piercing Schmuck eingeführt wird. Am Anfang ist das übrigens immer ein Ring, den man durch anderen Schmuck ersetzen darf, sobald das Piercing vollkommen abgeheilt ist. Bei einem Bauchnabelpiercing dauert das etwa sechs Monate, kann aber auch ein ganzes Jahr in Anspruch nehmen. Das hängt von genauen Bedingungen ab und natürlich davon, wie gut es während der Heilung gepflegt wird. Wenn es zu zusätzlichen Belastugen und Komplikationen kommt, verlängert sich die Zeit, des braucht, bis es vollkommen ausgeheilt ist.

Anschließend muss die Wunde mit einem sterilen Pflaster abgedekt und sorgfältig gepflegt werden. Hygiene ist oberstes Gebot. Mit Keimen belastete Orte, wie Schwimmbäder oder Solarien sollten gemieden werden. Auch Vollbäder und enge Kleidung sind erst einmal tabu. Sport ist ebenfalls eine starke Belastung für das frische Piercing, denn Schweiß und andere Verunreinigungen könnten die Wunde infizieren

Welcher Schmuck eignet sich für ein Bauchnabel Piercing?

Die Auswahl an Schmuck für ein Bauchnabel Piercing ist riesig, denn es gibt viele Formen, Farben, Designs und Materialien zu kombinieren. Wichtig ist nur, bei der Auswahl auf Qualität zu achten, dnn billige Produkte enthlten oft Allergene. Das edelste ist wohl ein Bauchnabelpiercing Gold, aber es werden ja nach Gegebenheit viele verschiedene Materialien verwendet. Wer empfindlich auf verschiedene Stoffe reagiert, sollte über ein Bauchnabelpiercing aus Titan nachdenken. Das vielseitig verwendbare Leichtmetall wir auch für Implantate verwendet. Ansonsten bleiben keine Wünsche offen, was das Material des Piericngs angeht.

Für Anfänger gibt es nur Ringe zu tragen, sobald das Piercing abgeheilt ist können auch andere Formen gewählt werden. Sehr beliebt sind Barbells. Das sind mehr oder weniger stark gekrümmte Stifte, die bananen- oder hufeisenförmig, aber auch gerade sein können. An den Enden tragen sie zwei unterschiedlich große, aufschraubbare Kugeln, aber auch andere Ausformungen sind möglich, wie Perlen, gefasste Steine oder kleine Figuren. Statt eines Barbells, das immer eben ist, können auch spiralförmige Piercings getragen werden.

Fazit:

Keine Frage: Ein Bauchnabelpiercing ist ein echter Hingucker und kann sehr vielseitig gestaltet werden. Man kann es, wenn nötig, leicht unter der Kleidung verschwinden lassen. Es braucht etwas Geduld und Ausdauer, bis ein Bauchnabelpiercing seine volle Wirkung entfalten kann – oder darf, aber wenn es so weit ist, kann sich die Trägerin damit perfekt in Szene setzen.

Autor:

Heike Amsel aus Kärnten | Sonntag

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