Zum 80. Geburtstag:
Bob Dylans Lebenswerk ist kein "blowing in the wind"

Er ist das, was man eine „lebende Legende“ nennt: Kaum ein anderer Künstler hat einen derart großen Einfluss auf die Musik, aber auch auf die Literatur wie Bob Dylan. Nun wird dieser einstige Jugendrebell und Friedensaktivist unglaubliche 80 Jahre alt.
von Wolfgang Unterlercher

Robert Allen Zimmerman, wie er eigentlich heißt, wurde am 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota, geboren. Der US-amerikanische Singer-Songwriter und Lyriker gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts.
Alles beginnt in den „wilden“ 60ern
Seit Anfang der 1960er ist Dylan als Musiker aktiv und machte sich v. a. in New York bald einen Namen. Seine erste Platte „Bob Dylan“ erschien 1962. Ihr folgte eine Reihe stilbildender und hochgelobter Alben.
Die Zeit des Kalten Krieges sowie der Bürgerbewegungen prägten Dylans Songs und ließen ihn zu einem der führenden Interpreten der Jugendbewegung werden. 1965 heiratete er seine Freundin Sara Lowndes, mit der er zwei Söhne hat.
In den 60er-Jahren kam keine Band und überhaupt niemand, der Musik machte, an Dylan vorbei. Sein Einfluss auf die Beatles kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Erst durch ihn wurde deutlich, wie wichtig auch die Songtexte in einem Musikstück sind.
Was auch immer auf dem Gebiet der populären Musik geschah, immer schien Bob einen Schritt voraus zu sein.
1966 verstörte er viele Fans, indem Bob Dylan zur E-Gitarre griff und somit sein eigenes Klischee als reiner Folksänger zertrümmerte.
Christentum und Audienz beim Papst
Nach einem schweren Motorradunfall nahe Woodstock am 29. Juli 1966 zog sich Dylan für einige Zeit zurück. In den 1970er-Jahren machte Dylan einige persönliche Krisen durch und ließ sich von seiner Frau scheiden. Der Musiker wandte sich dem Christentum zu und machte einige tiefreligiöse Platten. 1997 folgte sogar eine Audienz bei Papst Johannes Paul II.
Musikalisch feierte er erst Anfang der 1990er-Jahre sein Comeback und schloss an das hohe Niveau seiner Anfangsjahre an. Seit drei Jahrzehnten befindet sich Dylan auf einer „Never Ending“-Tour, die ihn durch alle Kontinente führt.
Ein Höhepunkt in seiner einzigartigen Karriere war die Verleihung des Literatur-Nobelpreises im Jahre 2016 „für seine poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Songtradition“ und die hohe Qualität seiner Texte. Das erste Mal hatte ein Musiker diesen Nobelpreis verliehen bekommen. Im Jahr 2020 veröffentlichte Dylan das über 16 Minuten lange Lied „Murder Most Foul“ über das Attentat an John F. Kennedy und das neue Album „Rough and Rowdy Ways“.
„Blowin’ in the wind“ (1963), „The Times They Are a-Changin’“ (1964) oder „Knockin’ on Heaven’s Door“ (1973) sind nur drei Beispiele aus dem reichhaltigen Werkkatalog, die rauf und runter gespielt und noch lange Bestand haben werden.
Ich spreche für viele Millionen, wenn ich sage: „Danke, lieber Bob, Happy Birthday und schenk’ uns noch etwas Schönes!“

Autor:

Gerald Heschl aus Kärnten | Sonntag

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