5 Wege zur optimalen Nutzung preiswerter WPC-Boards

Waschbeton war gestern, oder vorgestern. Wer heute seine Terrasse neu gestalten will, kann zwischen vielen verschiedenen Bodenbelägen wählen. Und wird ziemlich bald auf denn Begriff WPC Dielen stoßen und sich vielleicht denken: Kunststoff Dielen? Niemals! Diese Aussage ist nicht ganz richtig, denn bei WPC Dielen handelt es sich nicht nur um Kunststoff, sondern um ein Mischgewebe aus Kunststoff und Holz, das sowohl gegenüber Kunststoff als auch gegenüber Holz gewisse Vorteile bietet. Was WPC genau ist und wie vielseitig es verwendet werden kann, erfahren Sie hier.

Was sind WPC Dielen?

WPC steht für Wood Plastics Composites. Es handelt sich um einen Verbundwerkstoff, der aus Holzfasern, Plastikanteilen und verschiedenen Zusatzstoffen zusammengesetzt ist. Der Holzanteil beträgt zwischen 50% und 90% und wird meistens in Form von Holzspähnen verwendet. Diese werden in eine Kunststoffmatrix eingebettet, die meist aus Polypropylen, seltener auch Polyethylen, besteht und dem Material seine Stabilität verleiht. Verschiedene Additive entscheiden schließlich über die endgültigen Eigenschaften des Werkstoffs. So können Witterungsbeständigkeit oder Schädlingsresistenz, Farbe, Brandschutz oder auch die Fließfähigkeit des Materials während der Produktion bestimmt werden.

Anstelle von Holz können aber auch andere Pflanzenfasern verarbeitet werden, ohne die Materialeigenschaften wesentlich zu verändern. Die Fasern können auch von rasch nachwachsenden Arten, wie Bambus oder Hanf, Wiesengras oder Reisspelzen, stammen, was sich positiv auf die Umweltbilanz des Produkts auswirkt. Streng genommen handelt es sich dann aber nicht mehr um WPC im engeren Sinne.

Eigenschaften der WPC Dielen

WPC Dielen sind keine Kunststoffdielen und auch kein Ersatz für Holz. Es handelt sich um eine eigene Werkstoffklasse mit eigenen Produkteigenschaften. Wegen des Kunststoffanteils halten viele WPC für ökologische bedenklich. In Wirklichkeit werden zur Herstellung der Dielen aber oft anderweitig nicht verwertbare Holzfasern und Kunststoffreste verwendet und nach Ablauf ihrer Lebenserwartung können WPC Produkte in vollem Umfang recycelt werden.

WPC Dielen bleichen mit der Zeit etwas aus, aber diese Eigenschaft teilen sie sich mit Kunststoffdielen und sogar Holz verändert im Lauf der Zeit seine Farbe. Die Farbstabilität hängt zudem stark von der Qualität des Produktes ab. Hochwertige Dielen zeichnen sich durch eine hohe Farbstabilität aus und sind auch gegenüber Flecken oder Kratzern ziemlich resistent. Das droht Ihnen also nur, wenn Sie WPC Dielen günstig kaufen. Markenprodukte sind auf jeden Fall langlebig und wetterfest.

WPC Dielen können massiv oder als Hohlkammersystem gefertigt sein. Wofür Sie sich entscheiden, spielt dabei heute kaum noch eine Rolle, denn der Produktionsvorgang ist dahingehend optimiert, dass es keine Unterschiede in der Stabilität mehr gibt. Dabei bieten Hohlkammerdielen aber gleich mehrere Vorteile: Die Materialersparnis bei der Herstellung schlägt sich im Gewicht nieder und bei Bedarf lassen sich in den Hohlräumen der Profile Kabel oder Leitungen verlegen, zum Besipiel für eine Bodenheizung.

WPC einfach verlegen

Zum Verlegen von WPC Dielen benötigt man kein Spezialwerkzeug und kann herkömmliches Werkzeug zur Holzbearbeitung verwenden. Das Material lässt sich leicht verarbeiten, zuschneiden oder bohren, ohne dabei zu splittern. Die Dielen sind einzeln oder als komplettes Set mit einer passenden Unterkonstruktion erhältlich. WPC Dielen gibt es auch als spezielle Klicksysteme, die das Verlegen noch einfacher machen.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten von WPC

Eine häufige und typische Anwendung von WPC Dielen sind Bodenbeläge im Außenbereich. Terrassendielen aus WPC haben in den vergangenen Jahren in Deutschland einen nicht unerheblichen Marktanteil erreicht.

Wegen seiner wasserresistenten Eigenschaften eignet sich das Material auch für Teicheinfassungen oder im Pool Bereich. Die Rutschfestigkeit des Materials sorgt zudem für mehr Sicherheit. Und erstaunlicherweise heizt sich WPC nicht so sehr auf wie Holz und kann daher auch bei hoher Sonneneinstrahlung barfuß begangen werden.

Auch für Treppen oder Gartenwege sind die Dielen gut geeignet und es ist dabei egal, ob es sich um ein sonniges oder schattiges Plätzchen handelt, dann das Material kommt mit beiden Standortbedingungen gut klar.

In der Vertikalen machen WPC Dielen oder Paneele ebenfalls eine gute Figur. Sie lassen sich prima als Sichtschutz verarbeiten. Als Zaunlatten, Geländerstäbe oder Absperrgitter auf dem Balkon oder der Terrasse. Dabei kann man was Form und Farbe der Objekte angeht aus den Vollen schöpfen, denn die Gestaltungsmöglichkeiten sind schier endlos.

Gebäudefassaden aus WPC bieten gleich mehrere Vorteile gegenüber herkömmlicher Verkleidungen. Sie sind wetterfest, langlebig, bedürfen keiner besonders aufwändigen Pflege oder Wartung und glänzen mit sehr guten Dämmeigenschaften.

In jüngerer Zeit wird das Material auch für die Produktion von Möbeln interessant. Dabei denken wir natürlich sofort an Gartenmöbel, aber Insider sehen auch im Indoor Bereich großes Potenzial und einen „technologischen Megatrend im Möbelbau“.

Autor:

Allison Marry aus Graz

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