Bewusst leben
Sicheres Werkeln im Garten

Wer ein paar grundlegende Sicherheitstipps beachtet, startet unfallfrei in die Gartensaison.
  • Wer ein paar grundlegende Sicherheitstipps beachtet, startet unfallfrei in die Gartensaison.
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  • hochgeladen von Monika Slouk

Der Frühling steht bereits in den Startlöchern, und viele Hobbygärtner und Hobbygärtnerinnen freuen sich auch schon aufs Graben, Säen und Pflanzen. Trotz Vorfreude sollte aber nicht auf die Sicherheit vergessen werden.

Lisa-Maria Langhofer

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) verletzen sich jährlich zwischen 16.000 und 17.000 Menschen bei der Gartenarbeit so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Zu den häufigsten Unfallursachen zählen Hektik und Ablenkung, gefolgt von Fehleinschätzungen, Überforderung oder mangelnder Sicherheitsausrüstung. Viele der Unfälle lassen sich jedoch leicht vermeiden.

Umgang mit Geräten. Bevor es losgeht, alle Geräte auf Sicherheit und Funktionsfähigkeit überprüfen. Nach der letzten oder spätestens vor der ersten Benutzung Klingen und Schneiden schärfen, denn stumpfe Klingen stellen eine Gefahrenquelle dar. Es ist ein höherer Kraftaufwand beim Schneiden notwendig und man rutscht leichter ab. Bei neuen Geräten zuerst die Bedienungsanleitung lesen und sich gegebenenfalls von einem Profi zeigen lassen, wie Heckenschere, Häcksler und Co. funktionieren. Den Sicherheitsschalter („Totmannschalter“) beim Rasenmäher nicht überkleben, denn er stellt sicher, dass sich die Messer nur unmittelbar während der Nutzung drehen.

Arbeitskleidung. Funktionelle Arbeitskleidung ist das Um und Auf bei der Gartenarbeit. Handschuhe schützen vor Dornen, Stacheln, giftigen Pflanzenstoffen oder Holzsplittern. Nicht zu unterschätzen ist auch festes Schuhwerk und, abhängig davon, um welche Tätigkeit es sich handelt, sind eine Schutzbrille (wenn man zum Beispiel von herumfliegenden Teilen getroffen werden könnte) oder spezielle Schnittschutzhosen empfehlenswert.

Planen, Ordnung halten. Der Arbeitsplatz sollte frei von Stolperfallen sein, herumliegende Geräte, den Gartenschlauch und Nichtbenötigtes am besten wegräumen. Ordnung reduziert allgemein das Verletzungsrisiko: Sind die Geräte und alles Zubehör in der Garage, im Schuppen oder im Keller ordnungsgemäß und sicher verstaut, findet man beim nächsten Mal alles schneller und läuft auch nicht Gefahr, sich beim Stolpern über einen Spaten das Bein zu brechen. Apropos Beinbruch: Täglich passieren zwischen vier und fünf Unfälle mit Leitern in Österreich. Vor dem Hinaufsteigen darauf achten, ob die Leiter einen sicheren Stand, feste und rutschfeste Tritte hat. Zusätzliche Sicherheit bietet eine zweite Person, die die Leiter festhält.
Rasen mähen, Blumen pflanzen und Hecken schneiden dauert oft länger, als gedacht, deshalb sollte für die Gartenarbeit und das Aufräumen danach ausreichend Zeit eingeplant werden. Hektik sorgt für Unachtsamkeit und ist wie erwähnt eine der häufigsten Unfallursachen.

Gartenmonat März. Schaufel, Gartenschere und Co. liegen bereit? Dann kann es ja losgehen mit den ersten Gartenabeiten: Den Boden der Beete sollte man gut durchlockern und Kompost einarbeiten. Direkt ins Beet können etwa Karotten, Spinat, Radieschen oder Salat gesät werden (eventuell mit Vlies oder Pflanztunnel vor Kälte schützen). Ausdauernde Kräuter wie Thymian oder Rosmarin werden um ein Drittel gekürzt, um die reiche Verzweigung zu fördern. Wer einen Ziergarten hat, kann die Zeit jetzt nutzen, um Blumen vorzuziehen oder je nach Pflanze direkt ins Beet zu säen (Ringelblumen, Kornblumen, vorgetriebene Tulpen). Auf dem Plan steht auch das Zurückschneiden von öfterblühenden Rosen, Hortensien und immergrünen Hecken.
Auch der Rasen braucht jetzt erste Pflege. Er sollte mit einem Rechen von Laub und Moos befreit und nicht zu kurz gemäht werden. Die nach dem Winter geschwächten Graswurzeln mit einem mineralischen Langzeitdünger stärken und danach für genügend Feuchtigkeit sorgen. Über etwaige Lücken oder braune Stellen frische Grassamen aussäen.

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